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Depressionen oder Angst gefährden den Körper. Jetzt zeigt eine Studie: Selbst leichte psychische Probleme erhöhen das Risiko, früher zu sterben. Mediziner fürchten eine große Dunkelziffer von psychisch Kranken, die sich nicht behandeln lassen.

Nur weil die Stimmung leicht getrübt ist, geht man nicht zum Arzt. Selbst dann nicht, wenn es ein paar Wochen anhält. Auch, wer manchmal etwas Panik verspürt, wird nicht gleich den nächsten Psychiater aufsuchen. Von einer Angststörung oder einer Depressionist man schließlich weit entfernt. Und überhaupt, psychische Störung? Nicht bei mir.

Eine solche Haltung könnte schlimmstenfalls das Leben kosten, zeigt eine Studie im "British Medical Journal". Tom Russ und seine Kollegen vom britischen National Health Service hatten die Daten von knapp 70.000 Briten über 35 Jahren ausgewertet. Laut den Ergebnissen steigt die Sterblichkeit von innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch dann schon an, wenn sich Menschen psychisch nur leicht belastet fühlen.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass schwere psychische Erkrankungen, aufgrund derer Patienten stationär in der Psychiatrie behandelt werden müssen, das Risiko zu sterben erhöhen. Das Ergebnis, dass auch leicht belastete Menschen betroffen sind, war allerdings neu. Dabei zeigte sich jedoch in der Studie, dass das Sterberisiko im Studienzeitraum mit dem Grad der psychischen Problemen ansteigt. Um die psychische Belastung festzulegen, hatten die Forscher für jeden Studienteilnehmern anhand eines Fragebogens einen Punktewert ermittelt.

Rauchen und Trinken sind unschuldig am früheren Tod

Ganzer Artikel auf http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/depression-und-angst-erhoehen-das-sterberisiko-a-847469.html

 

 

 

 

 

 

 

Psychische Erkrankungen am Vormarsch

Private Probleme, Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit und Job-Angst: Schon jeder 16. Krankenstandstag ist auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen. Das geht aus den Zahlen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor. Die österreichischen Arbeiter und Angestellten waren im Vorjahr insgesamt 38,7 Millionen Tage lang im Krankenstand, 2,4 Millionen Fehltage davon wurden durch psychische Probleme wie Depressionen, Alkoholismus oder Burn-Out verursacht.

Während die Zahl der Krankenstandstage im Vorjahr insgesamt leicht zurückgegangen ist, hat sich die durchschnittliche Fehlzeit pro Arbeitnehmer leicht erhöht. Dies ist allerdings auch auf den krisenbedingten Rückgang der Beschäftigung zurückzuführen, denn im Vorjahr ist die Zahl der Arbeiter und Angestellten in Österreich erstmals seit Jahren gesunken (auf 3,07 Millionen Beschäftigte im Jahresdurchschnitt).

Während die klassischen Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgehen, sind psychisch bedingte Krankenstände im Vormarsch. Die Zahl der psychischen Erkrankungen je 1000 Arbeitnehmer ist von 16,7 auf 21,3 gestiegen. Der Großteil davon betrifft Frauen. Ausfälle dieser Art dauern auch mehr als dreimal länger als bei anderen Krankheiten.

Dunkelziffer

Die Hintergründe sind vielfältig, wie Harald Schmadlbauer von der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse sagte. Die OÖGK koordiniert ein entsprechendes Präventionsprojekt.

Eine belastende familiäre Situation (z.B. Pflege) komme als Hintergrund von Burn-Out-Fällen genauso infrage, wie "unternehmenskulturelle Faktoren": Vergiftetes Betriebsklima, Leistungsdruck, die Vermischung von Privat- und Berufsleben mit ständiger Erreichbarkeit und Rufbereitschaft selbst bei Handelsmitarbeiterinnen. Dazu komme aktuell die krisenbedingte Angst um den Arbeitsplatz.

Außerdem gehen sowohl Schmadlbauer als auch Alice Kundtner von der Wiener Arbeiterkammer von einer hohen Dunkelziffer an psychischen Erkrankungen aus, die in der Statistik nicht aufscheinen. Kundtner verweist darauf, dass bereits ein Drittel der Frühpensionierungen wegen Berufsunfähigkeit bzw. Invalidität aufgrund von psychischen Problemen genehmigt wird. Häufig hätten nämlich auch auf den ersten Blick körperliche Probleme wie Herzrhythmusstörungen oder Bandscheibenvorfall psychische Ursachen. Welchen Einfluss die Arbeitsbedingungen auf psychische Erkrankungen haben, wurde aber bisher nicht erforscht. Hier tappe man selbst noch im Dunkeln, sagt Kundtner. Eine Wifo-Studie soll nun etwas mehr Klarheit bringen

Quelle: Kurier.at

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