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Volksgeißel Depression

Volksgeißel Depression

Nicht Herzkrankheiten, auch nicht Krebs - sondern psychische Probleme. Sie verursachen weltweit knapp ein Viertel der mit Krankheit und Behinderung verbrachten Zeit. Die Bedeutung neurologischer Leiden nimmt zu.

Von Thomas Müller

 

 

LONDON. Etwa 11 Prozent ihrer Lebenszeit verbringen Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, und den größten Einzelbeitrag zu dieser Last liefern psychische Erkrankungen.

 

epressionen, Angststörungen, Schizophrenie, Alkoholmissbrauch sowie 18 weitere psychische Störungen sind nach der "Global Burden of Disease Study 2010" Ursache für weltweit knapp 23 Prozent aller Krankheitstage und -jahre.

Sie liegen damit noch vor Muskel- und Skeletterkrankungen sowie Infektionen.

An der Studie haben fast 500 Autoren aus 50

Ländern unter Beteiligung der WHO teilgenommen. Die Daten wurden in einer Sonderausgabe der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlicht (2012; 380: 2163).

 

Weiterlesen: (http://www.aerztezeitung.de/news/article/829826/weltweites-problem-volksgeissel-depression.html)

 

Lg Dominik Hofmann 

Zwangseinweisung in Psychiatrie im Notfall erlaubt

Zwangseinweisung in Psychiatrie im Notfall erlaubt

 
Etwa 1,2 Millionen Menschen werden jedes Jahr stationär in psychiatrischen Einrichtungen therapiert. Teils auch gegen ihren Willen, wenn Gefahr für die Gesundheit der Patienten besteht. Betroffene bezeichnen Zwangsbehandlungen dagegen als Folter.
Nach einer halbjährigen Pause ist die Zwangsbehandlung von psychisch Kranken in Notfällen wieder möglich. Der Bundestag billigte am Donnerstagabend mit großer Mehrheit einen entsprechenden Gesetzentwurf von Union und FDP. Damit wird Ärzten grundsätzlich erlaubt, psychisch kranke oder geistig behinderte Menschen in Notsituationen auch gegen ihren Willen zu behandeln.

Dafür gelten jedoch einige Bedingungen: Voraussetzung ist etwa, dass einem Patienten ohne Eingreifen erheblicher Gesundheitsschaden droht. Ein Richter muss den Schritt genehmigen, und der Patient muss in stationärer Behandlung sein, also in einer Klinik versorgt werden und nicht in einer Praxis oder zu Hause. Zudem soll nach Möglichkeit ein zweiter Arzt die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen. „Wir brauchen eine Regelung für (...) die Ausnahmesituation, wenn es anders gar nicht geht“, erklärte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im Deutschlandradio Kultur.

Rechtliche Grundlage fehlte

Einige Monate lang war ein solches Vorgehen allerdings nicht mehr möglich. Im vergangenen Sommer hatte nämlich der Bundesgerichtshof entschieden, Zwangsbehandlungen seien nicht zulässig, weil eine ausreichende rechtliche Grundlage fehle. Genau dafür soll nun das neue Gesetz sorgen. „Ich glaube, dass wir jetzt deutlich die Situation verbessern, auch die Rechtsgrundlage klarer wird, sicherer wird für Ärzte“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger.

Betroffenen-Vertreter hatten die Gesetzespläne allerdings scharf kritisiert und Zwangsbehandlungen als Folter bezeichnet. Die Linke, die als einzige Bundestagsfraktion gegen das Gesetz stimmte, sprach von einem schweren Eingriff in die Grundrechte und fraglichem Nutzen. Vertreter aus der Psychiatrie wie die Bundespsychotherapeutenkammer befürworteten hingegen die Neuregelung. Sie mahnten jedoch, Zwangsbehandlungen dürften nur das allerletzte Mittel sein.

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Bundestag billigt Gesetz: Zwangseinweisung in Psychiatrie im Notfall erlaubt -

 

weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/arzt-klinik/bundestag-billigt-gesetz-zwangseinweisung-in-psychiatrie-im-notfall-erlaubt_aid_900546.html

 

Lg Dominik Hofmann

Der Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn

Der Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn
Dr. Susanne Igler
   
Pressestelle

Philipps-Universität Marburg
Frontallappen des Gehirns als zentrale Netzwerkstruktur für kognitive Verhaltenstherapie
In Deutschland erkranken rund ein Drittel der Menschen mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Psychotherapie ist neben der Pharmakotherapie eine effektive und weit verbreitet eingesetzte Methode zur Behandlung dieser Erkrankungen. Die Panikstörung tritt bei rund 3-5% auf und ist gekennzeichnet durch plötzlich einsetzende panische Angst, Herzrasen, Schwitzen und dem Gedanken, sterben zu müssen oder in Ohnmacht zu fallen. 

Eine innovative Studie zum Einfluss von Psychotherapie auf Hirnprozesse bei Patienten mit Panikstörung wurde unter Leitung von Professor Dr. Tilo Kircher und Dr. Benjamin Straube federführend in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg überwacht und ausgewertet. Sie erschien unter dem Titel: „Effect of cognitive-behavioral therapy on neural correlates of fear conditioning in panic disorder“am 1. Januar 2013 in der Zeitschrift „Biological Psychiatry“. Es handelt sich um die weltweit größte Studie zum Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn, gemessen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT). Die vom BMBF geförderte Arbeit ist Teil einer großen, deutschlandweit durchgeführten Untersuchung. Bisher war ungeklärt, wie sich Psychotherapie auf das Gehirn von Patienten mit Panikstörung auswirkt. 

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen die besondere Rolle des linken inferior frontalen Kortex bei der Furchtkonditionierung bei Patienten mit Panikstörung. Patienten zeigen eine Hyperaktivierung dieser Region vor Therapie im Vergleich zu Gesunden, die sich nach der Teilnahme an der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) auf das Normal-Niveau reduziert (Kircher et al., 2013). Weiterhin konnte gezeigt werden, dass bei Patienten der linke inferior frontale Gyrus eine erhöhte Verknüpfung (Konnektivität) zu Regionen der Furchtverarbeitung (u.a., Amygdala, anterior zinguläre Kortex, Insula) aufweist, was auf einen erhöhten Zusammenhang „kognitiver“ und „emotionaler“ Prozesse bei Patienten mit Panikstörung im Vergleich zu Gesunden hinweist. 

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Weiterlesen: (http://idw-online.de/pages/de/news513666

Gedanken können das Leben zur Hölle machen!

Gedanken können das Leben zur Hölle machen!

 

Lassen wir einmal diese Überschrift auf uns wirken.

Ich denke viele von euch sowie auch ich können mit dieser Überschrift etwas anfangen. Egal in welchen Bereichen oder Lebensabschnitten kann uns unsere Gedankenwelt das Leben zur Hölle machen.

 

Lasst mich mal ein paar Beispiele anführen:

 

Thema Selbsthass / Selbstbewusstsein

Wir sind inmitten einer Menschenmenge – egal ob Freunde, Kollegen, Bekannte oder Fremde. Wir sitzen da und denken darüber nach, ob wir das richtig gekleidet sind, ob unser Körper gefällt, unsere Gespräche Anklang finden etc.

Gedanken: „Soll ich was essen? Nein, lieber nicht – die halten mich dann für verfressen oder ich patze …“

 

Liebe

Gedanken: „Mag mich meine Freundin? Oder bin ich langweilig, hässlich …?“

Und die Gedanken gehen weiter und weiter …

Geht es euch gut dabei?

Ist das der Sinn unseres Lebens?

Sollen wir uns nur sorgen und nie leben?

 

Tja – aber war können wir machen?

 

Die Antwort klingt simpel, ist aber nicht leicht umsetzbar.

 

Den Gedankengang ändern

 

  • Realitätsüberprüfung des Gedanken: „Ist es wirklich so, wie ich denke?“

  • Gedanken durch andere ersetzen – das erfordert viel Training.

  • Sich professionelle Hilfe suchen bei Ärzten, Therapeuten.

 

Fazit

Wir sind nicht alleine. Milliarden anderer Menschen sind mal mehr oder mal weniger von diesem Problem betroffen.

 

Nicht zurückziehen – es gibt immer eine Lösung! 

ATMUNG

ATMUNG

 

Atmung ist Leben und folgt einem Urrhythmus. In unserer hektischen Zeit kann es vorkommen, dass wir diesen Rhythmus verlieren. Meistens ist Hyperventilation die Folge, d.h. die Atmung wird zu schnell, zu oberflächlich, zu flach (Brustatmung statt tiefer Zwerchfellatmung).

 

Einatmen bedeutet immer Aktivierung und Ausatmen Deaktivierung und Beruhigung. Wir steuern über unsere Atmung den Energieeinsatz des Körpers. Verändert sich das Atemmuster chronisch, dann kippt dieser Gleichklang. Der Körper läuft auf einem zu hohen Aktivierungsniveau und verlernt ganz langsam, auf komplette Ruhe, auf Leerlauf umzuschalten. Der ganze Organismus verliert zu viel Energie, die eigenen Ressourcen werden weniger und der Körper unterliegt einem Verschleißprozess. Dies führt zu stressbezogenen Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen, Hals-, Nacken-, Schulterverspannungen, Bluthochdruck, Magen- und Darmbeschwerden (Reizdarm), Schlafstörungen, nächtliches Grübeln usw.

 

 

Loslassen – Entspannung – Regeneration

 

Die Atmung ist das Tor zum autonomen Nervensystem und zu einem effizienten Energiemanagement:

 

Wie viele Atemzüge brauchen wir in der Minute?

  • Bei einer leichten Tätigkeit zwischen 12 und 18 Atemzüge

  • in Ruhe 12 – 15 Atemzüge

  • in der Entspannung zwischen 8 – 12 Atemzüge

  • in der Regenerationsphase (Herzratenvariabilitätstraining – ein spezielles Herz-/Kreislauftraining) ungefähr 6 Atemzüge. Dabei wird das parasympathische Nervensystem (Beruhigungssystem) des Körpers gestärkt, der Puls schwingt im Gleichklang mit dem Atemrhythmus. Er wird beim Einatmen schneller und beim Ausatmen langsamer. Je höher diese Amplitude (Wellenform), desto gesünder und stressresistenter der Organismus.

 

 

ANLEITUNG ZUR BAUCH (ZWERCHFELL)-ATMUNG

 

  1. Es wird nicht in die Brust geatmet, sondern in den Bauch.

  2. Der aktive Teil der Atmung ist die Ausatmung.

  3. Kurz und zügig einatmen und sofort übergehen in langsame und entspannende Ausatmung.

  4. Eine Atempause wird nur nach dem Ausatmen gemacht.

  5. Da zu Beginn das gründliche Ausatmen nicht gleich gelingt, empfiehlt es sich zu Beginn des Atemtrainings, nach der 1. bzw. 2. Atempause noch kurz ein zweites Mal auszuatmen, bevor eingeatmet wird.

  6. ca. 7 – 8 Atemzüge pro Minute.
    Am sinnvollsten ist es, in der Atempause die Zahl der bisher durchgeführten Atemzüge zu zählen.

  7. Eine Atemtrainingseinheit dauert 3 Minuten – das sind 24 – 25 Atemzüge.

 

WICHTIG: 1/3 Einatmung (Anspannung) – 2/3 Ausatmung und Pause (Entspannung)

 

BAUCH (ZWERCHFELL) – ATEMÜBUNGEN

 

 

Gegenstand auf die Bauchdecke legen

 

Die Zwerchfellatmung lernt man am leichtesten im Liegen. Bei jeder Einatmung hebt sich die Bauchdecke, bei jeder Ausatmung senkt sich die Bauchdecke infolge der Schwerkraft. Lege im Liegen eine Wärmeflasche (Wärme entspannt), einen 0,5 – 1 kg schweren Sack oder ein Buch auf deine Bauchdecke und bewege den Gegenstand durch die Bauchatmung auf und ab. Bei Problemen spanne zuerst die Bauchmuskulatur an, um den Unterbauch besser spüren zu lernen. Bei richtiger Zwerchfellatmung erfolgt dann jedoch kein Einsatz der Bauchmuskulatur.

 

 

Hände auf Bauch und Brust legen

 

Lege die rechte Hand auf den Bauch unterhalb des Nabels und die linke Hand auf die Brust (Linkshänder umgekehrt). Bei richtiger Zwerchfellatmung hebt und senkt sich fast nur die rechte Hand auf der Bauchdecke, während die linke Hand fast ruhig auf der Brust liegen bleibt. Bei richtiger Zwerchfellatmung weitet sich bei der Einatmung auch die Taille, bei der Ausatmung verengt sie sich wieder, wie man durch seitliches Hände auflegen feststellen kann. Beim Einatmen weiten sich neben der Bauchdecke auch die unteren Rippen (Flanken), an denen das Zwerchfell festgewachsen ist und der untere Rückenteil (Kreuzbereich).

 

 

Kerzenflamme bewegen

 

Atme durch die Nase ein und bei leicht geschlossenen Lippen aus („Lippenbremse“). Stelle dir beim Ausatmen vor, möglichst lange eine 20 cm entfernte Kerzenflamme in Bewegung zu versetzen (ohne ausblasen).

 

 

Suppe kühlen

 

Atme durch die Nase ein und durch gespitzte Lippen (wie beim Pfeifen) aus, mit der Vorstellung, möglichst lange einen Löffel heißer Suppe blasend zu kühlen. Man kann imaginativ auch ein Fenster im Winter anhauchen oder durch einen Strohhalm in ein Wasserglas ausatmen, sodass Luftbläschen im Wasser aufsteigen.

 

 

Ausatmungslänge in Sekunden ermitteln

 

Stell dir eine Uhr mit Sekundenfunktion vor dir auf und achte auf eine möglichst lange Ausatmungsphase. Wie viele Sekunden max. dauert die Ausatmung? Versuche durch etwas Übung die erreichte Sekundenzahl zu erhöhen.

 

 

Energie einatmen

 

Stell dir vor, beim Einatmen Kraft und Energie einzuatmen und beim Ausatmen alles Verbrauchte, Belastende und Ängstigende auszuatmen. Vorsatzbildungen in Verbindung mit der Atmung sind hilfreich wie z.B.

  • Mit jedem Atemzug gewinne ich mehr Energie und Selbstvertrauen.

  • Mit jedem Ausatmen gebe ich etwas Angst, Anspannung und Schmerz usw. ab.

 

Geruch einatmen

 

Stell dir intensiv einen angenehmen Geruch vor: Wald-, Berg-, Meeres- oder Frischluft, Blumenduft, Parfum, ätherisches Öl (z.B. Minze, Orange), Gewürzkraut oder Räucherstäbchen. Atme diesen Duft durch die Nase ein und zieh ihn hoch (einschnüffeln) und atme dann durch Lippenbremse aus. Konditioniere dich auf einen bestimmten und beruhigenden Duft, den du dir in jeder Angstsituation vergegenwärtigst. Anfangs kann man ein Duftfläschchen bei sich tragen und bei Bedarf daran riechen. Die Konzentration auf einen angenehmen Duft lenkt von der im Rahmen des Atemtrainings vielleicht erfolgten übermäßigen Fixierung auf die richtige Atmung ab.

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