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Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein

 

 

 

Ich habe ein Buch gelesen.

Noch immer bin ich von der kraftvollen und ehrlichen Schreibweise beeindruckt. Bedrückt. Erdrückt. Habe ich geglaubt, die emotionale Bindung zu diesem Buch sein knapp nach der Hälfte seiner 316 Seiten nicht mehr zu steigern, so hat mich das Ende regelrecht eines Besseren belehrt. Dort, wo das Geschriebene endet, beginnt ein neues, für mich als Leser sehr persönliches, Kapitel. Fragmente der Geschichte gleichen sich mit den eigenen Erfahrungen ab und bilden den Anfang einer neuen Denkweise, Betrachtung. Das Ende als „Reboot“ – Neustart.

Nun will ich keinesfalls ausdrücken, dass das, was die Autorin zu sagen hat, nur am Ende relevant ist. Ganz im Gegenteil. Ohne den starken Einstieg, der nach mehr verlangt und dem nachdenklich stimmenden Mittelteil, der unter anderem mit feiner Ironie zu glänzen weiß, würde das Ende niemals so opulent und nachhaltig ausfallen.

Von Anfang an gelingt es der Autorin, ihre Protagonistin Ida glaubwürdig in Szene zu setzen. Schon nach den ersten Zeilen bin ich gedanklich in die Geschichte eingetaucht und vergleiche mich mit den männlichen Akteuren. Ich habe das Gefühl, Ida persönlich zu kennen und bin mir absolut sicher, sie bereits in meinem Leben getroffen zu haben.

Der schwierige Grat, zwischen der Erlebnisgeschichte in der Psychiatrie und der ureigenen Gedankenwelt umzuschalten, klappt hervorragend. Ich habe niemals das Gefühl, dass die emotionalen Passagen hineingequetscht werden, nur um mehr Seriosität vorzugaukeln. Beide Erzählbereiche werden in ihrer jeweiligen Form spannend geschildert und ich ertappte mich dabei, mal jene und mal diese zu favorisieren.

Die Wortwahl ist stark, nachhaltig und einprägsam. Fremdwörter und Anglizismen werden nahezu vollständig vermieden. Der Satzbau ist geschickt und eindringlich. Spannung, Emotion und Ironie werden genüsslich verfasst und landen treffsicher dort, wo sie hingehören. Bandwurmsätze sucht man vergeblich. Für die Thematik Depression nicht unbedingt selbstverständlich und zeugt von dem Talent der Autorin.

Ich bin absolut begeistert von Kathrin Weßling’s Debüt „Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein“. Durch dieses Buch habe ich meine Lust am Lesen wiedergefunden. Danke!

 

http://www.amazon.de/Dr%C3%BCberleben-Depressionen-sind-Grund-traurig/dp/3442312841/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1358697647&sr=1-1

 

© De Em (aka Nyte) – Der original Artikel wurde am 22.12.12 im Blog lesBar-denkBar veröffentlicht.

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